Minolta Hi-Matic F (Powered by Aronal und Elmex)

Anleitung zur Lösung des Batterie Problems der Minolta Hi-Matic F Rangefinder-Kamera aus dem Jahr 1972.

Für die Minolta Hi-Matic F sind zwei 1.4 Volt Quecksilberbatterien z.B. Mallory RM-640, Eveready E-640 oder ähnliche erforderlich, diese werden aber nicht mehr hergestellt. Ich habe mich für die Lösung mit einer 3V Lithium Batterie des Typs CR 1/3 N entschieden, z.B. Duracell DL 1/3 N, da diese Batterien lange halten und günstig (2 - 3€) im Internet und im Handel zu erhalten sind. Um nur eine Batterie in der Kamera verwenden zu können, ist es nötig das Fach für die 2. Batterie zu überbrücken. Da ich bei Eingriffen in ältere Geräte gerne so wenig wie möglich zerstören möchte habe ich mich statt für eine Lösung mit dem Lötkolben für eine Lösung mit wiederentfernbarer Kontaktbrücke entschieden. Für die Kontakbrücke und für die Halterung der Batterie benötigt man zwei Ringe, welche man aus Rundholz sägen / bohren kann oder man verwendet wie ich zwei Verschlusskappen von der Zahncreme Aronal und Elmex (Minituben im Drogeriemarkt erhältlich). Diese passen ziemlich genau in die Batteriefächer der Kamera. Folgendes Werkzeug und Zubehör ist erforderlich:

Werkzeug:

  • Bohrmaschine
  • Bohrer 10mm + ~2mm
  • Flachzange
  • Rundzange
  • Skalpell bzw. sehr scharfes Messer
  • Klebepistole

Zubehör:

  • Aronal und Elmex Verschlusskappen der Mintuben,
  • Batterie CR 1/3 N (Höhe 10.8 mm, Durchmesser 11.6 mm), 
    Alternative Bezeichnungen: 1/3N, CR1/3N, CR11108, 4LR44, DL1/3N, 2L76, CR1-3N, K58, K58L, 5008LC, 2LR76, GL2-76, LiM110 (Quelle: conrad.de)
  • ~2cm Silber / Kupferdraht
  • Nagel

Für die Kontakbrücke benötigen wir die erste Verschlusskappe, in diese bohren wir ein Loch genau (pie mal Daumen) in der Mitte der Kappe mit dem 2mm Bohrer und stecken einen Nagel hindurch (wird später wieder entfernt). Die Kappe füllen wir mit der Klebepisole auf und achten dabei darauf, das der Nagel mittig bleibt. Wenn der kleber anfängt fest zu werden ziehen wir den Nagel vorsichtig heraus. In das enstandene Loch schieben wir unseren Silber- oder Kopferdraht und drehen die Enden zu einer Spirale welche wir im Winkel von 90° auf die beiden Seiten des Deckels knicken.

Für die Batteriehalterung (ACHTUNG Verletzungsgefahr) bohren wir mit dem 10mm Bohrer ein Loch durch den Deckel und entfernen den entstehenden Grad mit dem Skalpell / scharfen Messer bis die Batterie hineinpasst.

Beide Kappen setzen wir nun in die Kamera ein (Polarität der Kappe mit Batterie beachten), schließen das Batteriefach und drücken auf den Auslöser.

Viel Erfolg beim Nachbauen und immer gutes Licht,

Andreas.

P.S.: Falls Euch die Anleitung weitergeholfen hat, dann sendet mir doch Euer erstes Foto welches Ihr mit Eurer reparierten Kamera geschossen habt.